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Trauma

Trauma

Der Begriff Trauma stammt aus dem griechischen und heißt übersetzt "WUNDE".

Ein Trauma kann direkt oder Jahre später nach einer Gewalttat eintreten. Das Trauma stellt eine außerordentliche Bedrohung in Bezug auf die seelische, geistige und körperliche Verfassung dar und geht bei den Betroffenen mit großer Ohnmacht und Schrecken einher. Es kommt dann zu einem physiologischen und psychologischen Ungleichgewicht. Das Trauma kann oft nicht alleine bewältigt werden. Durch erneute Traumen kann ein Betroffener das Vertrauen, auch in medizinischen und therapeutischen Behandlungen, gänzlich verlieren.

Die Häufigkeit von Posttraumatischen Belastungsstörungen ist abhängig von der Art des Traumas ca. 50% Prävalenz nach Vergewaltigung ca. 25% Prävalenz nach anderen Gewaltverbrechen

Ursachen:

  • Missbrauch von Personen
  • Körperlicher Missbrauch
  • Sexueller Missbrauch
  • Psychischer Missbrauch
  • Sonstige Formen des Missbrauchs von Personen

vgl. http://www.traumaaufruf.de/definition.html

Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Die meisten Betroffenen reagieren auf eine Gewalttat zunächst mit Schocksymptomen: Sie fühlen sich betäubt, sie können emotional nicht auf das Geschehen reagieren, ihre Wahrnehmung ist beeinträchtigt (Tunnelblick, Betäubtheit). Sie haben das Gefühl, neben sich zu stehen, die Situation kommt ihnen irreal vor. Mitunter können sie sich nicht an das traumatische Erlebnis erinnern (Amnesie). Solche Symptome sind eine Schutzreaktion auf den massiven Stress und die Überforderung und insofern gesund. Ist diese Reaktion stark, bezeichnen Mediziner sie als akute Belastungsstörung. Sie tritt unmittelbar nach dem Schock auf und kann Tage und bis zu vier Wochen nach dem traumatischen Erlebnis andauern.

Wenn die Symptome bestehen bleiben und sich weiterentwickeln, oder erst später auftreten, spricht man von einer Posttraumatischen Belastungsstörung.

Hauptsymptome der PTBS

Eine posttraumatische Belastungsstörung geht mit folgenden Hauptsymptomen einher:

  • Dem unwillkürlichen Wiedererleben der schrecklichen Ereignisse
  • Vermeiden und Verdrängen der Erinnerungen
  • Erhöhter Nervosität und Reizbarkeith
  • Verflachung der Gefühle und Interessen

Quälende Erinnerungen und Wiedererleben (Intrusionen): Betroffene werden von spontan auftretenden Erinnerungen überfallen. Sie reichen von Erinnerungsbruchstücken bis zu sogenannten Flashbacks. Bei solchen halluzinationsartigen Nachhallerlebnissen überwältigt die Erinnerung die Betroffenen und vermittelt ihnen das Gefühl, das traumatische Ereignis noch einmal zu durchleben. Flashbacks können durch Schlüsselreize ausgelöst werden, beispielsweise wenn ein Brandopfer Rauch riecht oder ein Unfallopfer Glas splittern hört. Die Erinnerungen kommen auch nachts in Form von wiederkehrenden Albträumen. Die schrecklichen Erinnerungen können bei den Betroffenen körperliche Symptome wie Herzrasen, Schweißausbrüche, Zittern und Atemnot auslösen.

Vermeiden und Verdrängen: Traumaopfer vermeiden Gedanken und Gefühle, Situationen und Aktivitäten, welche die Erinnerung an das schreckliche Erlebnis wecken könnten. Dabei können sie geradezu phobisches Verhalten an den Tag legen. Wer in einen Autounfall verwickelt wurde, weigert sich vielleicht in ein Auto zu steigen, wer nachts überfallen wurde, traut sich bei Dunkelheit nicht mehr aus dem Haus. Bei manchen Traumaopfern ist die Erinnerung so unerträglich, dass sie ganz oder teilweise gelöscht wurde (Amnesie).

Verflachung der Gefühle und Interessen (Numbing): Ein Trauma kann die Lebenslust nachhaltig beeinträchtigen. Betroffene verlieren das Interesse an Hobbies, an ihrer Arbeit und an sozialen Kontakten. Sie erwarten nichts mehr vom Leben und schmieden keine Zukunftspläne. Viele berichten, die Fähigkeit zur Freude, zur Liebe aber auch zur Trauer verloren zu haben. Das Erlebte trennt sie von den Mitmenschen, sie fühlen sich selbst von den engsten Angehörigen entfremdet. Nicht selten mündet das in eine Depression.

Nervosität und Reizbarkeit (Hyperarousal): Bei vielen Traumaopfern liegen die Nerven blank. Sie sind oft schreckhaft und übermäßig wachsam (hypervigilant). Einige haben ständig das Gefühl, in Gefahr zu sein, bewaffnen sich oder lassen umfassende Sicherheitssysteme in ihre Wohnung einbauen. Viele haben Konzentrationsstörungen, können sich kaum auf ihre Arbeit, ein Buch oder einen Film konzentrieren. Menschen mit Posttraumatischer Belastungsstörung sind reizbar und fahren schnell aus der Haut. Viele Betroffene, die vor dem Trauma ausgeglichen waren, neigen anschließend zu unvorhersehbaren Wutausbrüchen. Die dauernde Anspannung raubt vielen Traumaopfern die Nachtruhe. Sie können schlecht ein- oder durchschlafen und leiden unter Albträumen. Manche Traumaopfer zeigen infolge der extremen Belastung sogar eine gravierende Persönlichkeitsveränderung, die über die aufgeführten Symptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung hinausgeht. Experten bezeichnen dies als "Entwicklungstraumastörung", "komplexe PTBS" oder "andauernde Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung". Man geht davon aus, dass das Risiko für eine komplexe Störung besonders groß ist, wenn die Traumatisierung nicht nur einmalig ist, beispielsweise bei einem Unfall, sondern über einen längeren Zeitraum erfolgt, wie das bei sexuellem Missbrauch der Fall sein kann.

 

vgl. http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Posttraumatische-Belastungsstoerung/Symptome/

"Die ganze Vielfältigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit unseres Lebens
setzen sich aus LICHT und SCHATTEN zusammen."
(Tolstoi)